Was man gegen Stress in der Lehre tun kann

Fjolla Hajdari, 22.01.2019

Der Einstieg in die Lehre ist nicht leicht: Schule, Beruf und Privatleben kommen plötzlich zusammen. Die Anforderung, jedem dieser Lebensbereiche gerecht zu werden, kann rasch zu Stress führen. Diesem Problem kann man entgegenwirken, indem man für sich selbst eine klare Struktur schafft.

Mit der Lehre beginnt auch ein neuer Lebensabschnitt. Plötzlich ist man als Arbeitskraft tätig und in einen Betrieb eingebunden, muss Arbeitsschritte erlernen und sich in ein neues Umfeld einfügen. Gleichzeitig geht man weiterhin zur Schule, jedoch in eine andere Klasse, mit neuen Kameraden und Lehrern. Für das Privatleben – Freunde, Familie, Freizeit – bleibt wenig Zeit, trotzdem möchte man dieses nicht vernachlässigen.

Eine solche Umstellung bedeutet für viele Lehranfänger Stress. Als ich vor über einem Jahr mit der kaufmännischen Lehre begann, ging es mir genauso. Eine gute Selbstorganisation hat mir aber geholfen, die belastenden Faktoren in den Griff zu bekommen. Meine Erfahrungen gebe ich gerne weiter, deshalb hier ein paar persönliche Tipps für alle Lehranfänger:

 

Schule

Hausaufgaben

Bei Hausaufgaben sollte man nicht alles auf einmal erledigen. Am besten verteilt man die Übungen auf verschiedene Tage. So überfordert man sich nicht und behält den Überblick.

 

Prüfungsvorbereitung

In der Schule gibt es oft mehrere Prüfungen an einem Tag. Deshalb ist es wichtig, dass man die Hausaufgaben regelmässig und sauber erledigt – das heisst, nicht auf den letzten Drücker.

Am besten ist es, wenn man zu jedem Thema eine Zusammenfassungen schreibt. Das klingt nicht besonders spassig,  ist für eine gute Prüfungsvorbereitung aber notwendig – gerade vor grossen Prüfungen wie der QV.

 

Arbeit

Einstieg

Bei der Arbeit hilft es, wenn man sich Notizen zu neuen Arbeitsabläufen macht, sich selber Anleitungen schreibt. So erschafft man sich eine Art Handbuch, in dem man bei Unsicherheiten nachschlagen kann.

 

Alltag

Statt an mehreren Aufgaben gleichzeitig zu arbeiten, ist es meist besser, sich auf eine einzige zu konzentrieren und den Aufgabenplan Punkt für Punkt durchzuarbeiten. So behält man den Überblick.

Grundsätzlich sollte man versuchen, die Aufgaben selbständig zu erledigen. Bei Unklarheiten ist es aber nie falsch, zu fragen – auch wenn man die gleiche Frage drei Mal hintereinander stellt. Wichtig ist, dass man die Antwort begriffen hat.

 

Privatleben

Zeit mit Freunden und Familie

Das Privatleben soll trotz Arbeit und Schule nicht zu kurz kommen. Dafür empfehle ich, einen Wochentag oder bestimmte Zeiten festzulegen, an denen man sich Zeit nimmt, sich mit Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern zu treffen.

 

Zeit für sich selbst

Sich zwischendurch auch mal Zeit für sich selbst zu nehmen ist sehr wichtig für die Entspannung. Ein Hobby – zum Beispiel Sport, Malen, Kochen – kann helfen, eine Pause von all den oben genannten Dingen einzulegen. Man darf aber auch ohne schlechtes Gewissen mal im Bett rumliegen und Nichts tun oder auf dem Sofa fernsehen. Wichtig ist, dass man sich selbst körperlich und mental erholen kann.

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Erstmals veröffentlicht am 16.9.2016